Am 14. Dezember 1942 wurde ein Junge ins Rotenburger Rathaus gebracht.
Ein Rotenburger Fuhrunternehmer hatte ihn aus dem Zwangsarbeitslager Pfaffenwald bei Bad Hersfeld-Asbach geholt.
In Rotenburg im Haus Badegasse 14 hieß
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Am 14. Dezember 1942 wurde ein Junge ins Rotenburger Rathaus gebracht.
Ein Rotenburger Fuhrunternehmer hatte ihn aus dem Zwangsarbeitslager Pfaffenwald bei Bad Hersfeld-Asbach geholt.
In Rotenburg im Haus Badegasse 14 hieß er fortan Martin, hier blieb er bis zum Februar 1949. Er besuchte in Rotenburg keine Schule, er machte keine Lehre. Sieben Jahre kümmerte sich niemand um ihn.
Über 80 Jahre später erblicken wir diesen Martin auf dem Umschlag eines dicken Buches mit dem Titel: Ich war doch noch ein Junge „Die Erinnerungen an die Konzentrationslager und an die Zeit als Kindersklave in Rotenburg kommen in voller Wucht zurück“, heißt es im Klappentext.
Erst im fortgeschrittenen Alter und als Bürger der USA erhielt er die Gewissheit, dass er als Mitka Kalinski und Sohn eines polnischen Obersten auf die Welt gekommen war.
1951 hatte sein Weg in die USA geführt, 2001 kam der mittlerweile 68-Jährige in die Schlagzeilen, als er eine zeremonielle Aufnahme in einer orthodoxen jüdischen Gemeinde fand.
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