Stadtgeschichte

Um 1150 errichteten die Thüringer Landgrafen auf ihrem Territorium die Burg Rodenberg auf dem Hausberg, etwa 1,5 km nördlich der heutigen Stadt gelegen. Noch im selben Jahrhundert gründeten sie am linken Fuldaufer eine gut befestigte Stadt, die den Namen der Bergburg übernahm. Somit wurde Rotenburg 1248 erstmals als Stadt urkundlich erwähnt.

Kurzchronik

769 werden die bereits aus je sechs Höfen und 90 Morgen Land bestehenden heutigen Stadtteile Braach, Breitingen (heute Hochmahle) und Lispenhausen im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld unter den Orten genannt, die der Abt selbst erworben oder geschenkt bekommen hat.

1150 Errichtung der Burg Rodenberg auf dem Hausberg.

1248 wird Rotenburg erstmals urkundlich als »civitas«, eine bürgerlich verwaltete Stadt mit all ihren Rechten und Pflichten, erwähnt. Wenn auch Rotenburg in dieser Zeit erstmals als Stadt genannt wird, so weisen doch viele Gegebenheiten auf eine weiter zurück liegende Entstehung hin. Nach vorsichtiger Schätzung dürfte Rotenburg an der Fulda zwischen 1180 und 1190 entstanden sein.

1540 ließ sich Landgraf Philipp im Rotenburger Schloss mit der schönen Margarete von der Saale »zur linken Hand« trauen, obwohl er noch mit seiner ersten Frau rechtskräftig verheiratet war.

1570 lässt Landgraf Wilhelm IV. ein neues Renaissanceschloss an der Stelle des alten errichten, von dem noch heute Südflügel und Marstall zu sehen sind.

1600 wurden durch Landgraf Moritz das Wehr und die Schleuse erbaut, da er die Fulda bis Hersfeld mit Schiffen befahrbar machen wollte.

1627 wird Rotenburg durch die Vierteilung des Hessenlandes Residenz eines regierenden Hofes, eines Quartfürsten.

1755 wurde der Bückeburger Leibarzt Bernhard Christoph Faust am 23. Mai in Rotenburg, in der Weingasse, geboren.

1819 ist im Rotenburger Schloss Prinz Chlodwig zu Hohenlohe Schillingsfürst geboren, der von 1894-1900 deutscher Kanzler war.

1930 wurde der Alheimerturm errichtet und eingeweiht. Rotenburg erhielt das Prädikat als anerkannter Luftkurort.

1933 geht das Schloss durch Kauf in das Eigentum der Stadt Rotenburg über.

1945 wird beim Einmarsch amerikanischer Truppen das Mittelteil der 1882 erbauten Brücke gesprengt.

1948 begeht Rotenburg seine 700-Jahr-Feier.  

1951 schenkt die Stadt das Schlossgebäude dem Land Hessen, das nach gründlicher Renovierung die Landesfinanzschule (Eröffnung 1953) darin unter bringt.

1961 Rotenburg wird Garnisonsstadt. Soldaten ziehen in die neu erbaute Kaserne am Silberberg ein.

1973 kann die Verwaltungsfachhochschule auf der Seewiese ihrer Bestimmung zugeführt werden.

1974 wird das Herz- und Kreislaufzentrum mit dem Hotel Pergola in Betrieb genommen.

1975 wird die Bundesschule der Betriebskrankenkassen eröffnet.

1980 wird Rotenburg jüngste Hochschulstadt. Der historische Marktplatz wird neu gestaltet und mit der Fertigstellung des Mehrzweckhauses ein Beispiel für hervorragende Stadtsanierung geschaffen.

 1991 Erstmalige Aufstellung der damals größten Weihnachtspyramide Deutschlands auf dem Marktplatz.

1992 Anbringung des Glockenspiels am Rathausgiebel.

1998 Anfang Juli begeht die Stadt ihre offizielle 750-Jahr-Feier.

2000 Im November wird die erste Skulpturengruppe »Die zwei Knaben« an der alten Fuldabrücke aufgestellt. Es ist die erste Skulptur aus einer Reihe von Skulpturen, die durch Spenden finanziert wird.

2001 Die begonnenen Renaturierungsmaßnahmen an der Fulda zeigen erste positive Wirkungen.

2009 Im September wird ein Weinberg am Teufelsberg mit Weinstöcken auf ca. 2000 qm angelegt. Außensanierung der Jakobikirche auf dem Marktplatz, Restaurierung der Fassade, des Turmes und des Daches.

2010 Im Mai wird der Zubra-Energielehrpfad zwischen Bebra, Rotenburg und Alheim eröffnet.

2012 Im Mai feiert die Bundeswehr ihr 50-jähriges Bestehen in Rotenburg an der Fulda mit einer Serenade und Fackelzug.

Bornschisser - Rotenburg a.d. Fulda

Spitznamen Bornschisser

Den Spitznamen Bornschisser verdanken die Rotenburger einer alten Legende. Chronist Lucae führt aus: „… als sie vor Jahren niemand mehr bewohnte [die Burg auf dem Hausberg], nistete sich in dem verfallenen Gemäuer eine Rotte schädlicher Landplacker ein und bedrängte täglich mit Rauben und Plündern die Rotenburger Rechtschaffenden. Durch solche Plackereien gewaltig ermüdet, bemeisterten die Rotenburger Bürger den Hausberg durch ungemeine, wiewohl unflätige ‚Kriegslist‘. Man ‚verunreinigte‘ Quellen und Brunnen [= Born] der Burganlage derart, dass die Landplacker des Hausbergs verlassen mussten. Geblieben aber ist über die Jahrhunderte den Rotenburgern der Spottname ‚Bornschisser‘.“

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© 2025 Magistrat der Stadt Rotenburg a. d. Fulda | Tourist-Information
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